Das «Gyri»: Ein Beizentraum zwischen Laminat und Leben
Eine Beiz wie aus dem Bilderbuch: vergilbte Terrassenstühle, eine Menütafel mit dem Logo jener Basler Brauerei, die längst in dänischer Hand ist. Daneben die Ankündigung eines Live-Musik-Abends mit einem Duo aus der Region. Spätestens beim Eintreten weht einem das Erbe der Schweizer Beizenkultur entgegen. Die Stammtischrunde verstummt für einen Moment, um die Neuankömmlinge zu mustern. Auf dem Holztisch liegt ein Puzzle aus Stangen, Weisswein und Bierdeckeln. Das «Gyri» ist ein Ort der Begegnung. Hier wird geklatscht, getratscht, getadelt – und auch mal Trost mit einem Bier spendiert. Gerüchte entstehen, Schultern werden geklopft, Geschichten erzählt. Alles im geschützten Rahmen einer Dorfgemeinschaft. An den getäfelten Wänden hängen Porträts der Stammgäste. Sie lachen einem aus glänzenden Laminatbildern entgegen. In einem Rahmen prangt die Freiluftarena des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2013 mit ihren sieben Sägemehlringen – damals Schauplatz testosterongeladener Kämp...